Ingrid Alken: Bewegung und Leben

Ingrid Alken ist der Fundraising Akademie schon lange verbunden. Kürzlich feierte sie ihren runden Geburtstag und ist immer noch für die Fundraising Akademie als Studienleiterin und für die Bürgerstiftung Hannover aktiv. Eine Laudatio auf eine versierte Fundraising-Expertin von Dr. Thomas Kreuzer.

Als Ingrid Alken vor einiger Zeit vom Hauptamt ins Nebenamt wechselte, war klar, dass dies nicht das Ende der Zusammenarbeit mit der Fundraising Akademie, sondern einen Übergang und neuen Anfang bedeutet.

Ein Übergang von der Pflicht zur Kür. Vom Eingebunden sein in die Freiheit. Von der Fremdbestimmung zur Selbstbestimmung. Von der Bahncard 100 zur Bahncard 50 . Vom Hamsterrad zum „endlich ausschlafen Können“ und von Frankfurt zurück nach Hannover.

Ingrid Alken hat in der Zeit an der Fundraising Akademie viel bewegt. Die Servicestelle Fundraising und Stiftungswesen der EKD, bei der Akademie, als Steuerungs- und Dienstleistungszentrum für die Landeskirchen, ist heute untrennbar mit ihrem Namen verbunden. Ob beim Aufbau der Plattform „fundraising evangelisch“ in der Geschäftsführung der Konferenz der FR-Beauftragten der Gliedkirchen, als Gutachterin, Beraterin, als aktive Fundraiserin für übergeordnete kirchliche Projekte, als Interims-Managerin, als kritischer Geist zum Thema Ethik im Fundraising in zahlreichen Publikationen, Vorträgen und Workshops. Die Liste der Tätigkeitsfelder ist schier endlos. Bis heute.

Es gibt wohl kaum jemanden sonst in unserer Branche, der in den vergangenen Jahren so vieles erarbeitet, erdacht, nachhaltig auf den Weg gebracht und umgesetzt hat wie Ingrid Alken und dafür danken wir ihr von Herzen!

Das kirchliche Fundraising in Deutschland in seinem Wachstum, seiner Dynamik und seiner Systematik ist ganz wesentlich mit dem Namen Ingrid Alken verbunden. Dass es heute eigentlich keine Landeskirche mehr gibt, die kein Fundraising-Büro betreibt, ist ein ganz wesentlicher Erfolg der Servicestelle und eben ihrer Person.

Und auch in die großartigen Kampagnen, die wir heute sehen, die Erbschaftsinitiative der (zuerst süddeutschen) Landeskirchen, die Kirchenpost und Mitgliederorientierung der Bayern; viele der kirchlichen Fortbildungen sind in den Debatten der EKD-Beauftragten der Kirchen entstanden. Und wenn ich recht sehe, war Ingrid Alken in alle Kampagnen in irgendeiner Weise involviert.

Auch die Idee, Konzeption und Umsetzung des Kurses „Stiftungsmanager“ geht auf ihre Initiative und Umsetzung zurück, inzwischen längst einer der besten Kurse der Fundraising Akademie.

Wenn man den Charakter oder das Spezifische ihrer Arbeit beschreiben sollte, dann so: stets höchste Ansprüche ans eigene Können und Vermögen, höchste Ansprüche an die Qualität der eigenen Arbeit. Und das gepaart mit einem unbändigen Tatendrang, vor allem aber mit einer häufig unfassbaren Disziplin und Arbeitskraft.

Für mich als Kollege war und ist das Schöne an unserer Zusammenarbeit die sehr unkomplizierte, pointierte und wirkungsvolle Professionalität und Kommunikation: kurzes Abstimmen der Lage am Telefon zwischen zwei Workshops. Rasches gegenseitiges Updaten nach Terminen auf dem Weg zum Bahnhof. Telefonate am Sonntagabend, um die Marschrichtung für die Woche zu besprechen. Immer ein zügiger und transparenter Informationsfluss und flottes gegenseitiges Gegenchecken von Artikeln, Vorträgen oder Papers. Und dann aber auch die vielen Konzepte, die wir gemeinsam besprochen und entwickelt haben: Viele Kurse. Viel Papier. Viel Denkarbeit.

Für mich ist es ein besonderes Glück, dass Ingrid Alken viele Dinge weiß und kann, die mir bis heute fremd geblieben sind. Etwa wie Verwaltungen funktionieren; wie man Hierarchien einbindet und vor allem: wie man Gremien gestaltet – und dabei nicht einschläft.

Es gibt freilich noch einen weiteren Punkt, den ich in der Zusammenarbeit mit ihr genossen habe, für den sie steht, der aber auch mit der gesamten Fundraising Akademie verbunden ist: Ihre Lust an Kultur und Ästhetik und Genuss und allem, was damit zusammenhängt. Oft habe ich gedacht: Wir hätten alle diesen immensen Druck, der in der Akademie (auch) vorkommt, und dieses unglaubliche Arbeitspensum nicht bewältigen können, ohne diese Lust am guten Leben. An Konzerten, Musik und Oper. Ausstellungen und Vernissagen. Und auch am guten Essen und einem Weltklasse-Riesling.

Und ich genieße im Team der Akademie und vor allem eben auch mit ihr, dass es niemals monokausal nur um Fundraising geht, sondern immer auch ums Ganze: um Kultur, Politik, Reisen, Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Fundraising Akademie und Fundraising sind kein Job, sondern eine Existenzform. Das lebt Ingrid Alken. Als Person, Fachfrau, Kollegin. Dafür und für die gemeinsame Arbeit und Zeit danken wir ihr von Herzen. Danke fürs Miteinander! Für Loyalität! Und für den grandiosen Impact!

Heute steht über ihrer Lebenspartitur „ad libitum“: ganz nach Belieben. Das neue Tempo bleibt komplett ihr überlassen. Und eigentlich hätte uns allen klar sein müssen, dass sie im Ruhestand noch mehr Gas gibt.

Liebe Ingrid, vielen Dank, Gesundheit, Kraft und immer eine gute Idee auf Deinen eindrucksvollen Wegen, auf denen die Fundraising Akademie und alle Kolleginnen und Kollegen gern weiter begleiten! Dein Thomas Kreuzer und das Team der Fundraising Akademie


Bildquellen

  • Ingrid Alken: privat

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