Schenken für den guten Zweck

Überraschung: Es weihnachtet sehr! Wer im Fundraising arbeitet, hat meist gerade jetzt wenig Zeit zum Geschenke shoppen. Wir haben uns deshalb umgeschaut, wo es auf die Schnelle gute Gaben mit echtem Benefit gibt.

Verschenke eine Spende

Spendengeschenke sind der absolute Renner – nicht erst in diesem Jahr. Kein Wunder bei den vielen Krisen. Googelt man Geschenk und Spende kann man sich für vieles begeistern.

Ein Klassiker: „Oxfam unverpackt“. Das Angebot im Spendenshop ist deutlich gewachsen. Ob die Friedenstaube für 50 Euro diesmal das Rennen vor der obligatorischen Ziege macht? Man darf gespannt sein.

Der NABU hat ein Herz für Leute die tatsächlich vergessen haben, dass der 24. Dezember 2023 diesmal auf einen Sonntag fällt. Geschäfte zu, guter Rat teuer! Wie wäre es mit einer Fledermauspatenschaft und einer Urkunde zum selbst ausdrucken? Das geht auch noch am Sonntagfrüh. Sind auch so niedlich, die heimischen Flugdrachen!

Sie konnten dieses Jahr nicht klagen? Dann ist die Klimaklagen-Patenschaft der Deutschen Umweltstiftung genau das Richtige. Mit 60 Euro zeigt man Klimasündern den symbolischen Stinkefinger.

Schöne Sachen mit Benefit

Das fällt auf unter dem Weihnachtsbaum: Klopapier. Ja den Renner aus Corona-Zeiten gibt‘s auch in der superweichen und voll recycelten Geschenkekollektion von Goldeimer.de. Ab 28,90 Euro schließt man ein Abo auf soziales Klopapier ab. Der XXL-Jahresvorrat mit 84 Packungen a 672 Rollen, also handlichen 100.800 Blatt, kostet nur 309,90 Euro plus Versand. Mögen Kritiker auch behaupten, dieses Geschenk wäre für‘n A… – für die Sanitärwende ist nichts zu peinlich oder zu teuer!

Zu soft? Nur die Harten kommen in den Garten! Bei den Ackerhelden gibt ein Stück Mietgarten zum selber bewirtschaften. Das Tolle: Die schwere Arbeit des Umgrabens und Bepflanzens wird von den Ackerhelden übernommen. Eigener Muskelkater entfällt also. Ab 179 Euro ist man dabei und ernten darf man selber.

Spielspaß für die ganze Familie: das Erfinderinnen-Memo. Denn „Frauen werden oft nicht gesehen oder gehört. Das will dieses Spiel ändern!“ So steht es auf der Packung und ganz nebenbei schult es auch das Gedächtnis besser als jedes Ginko-Produkt. Gegen Kinder haben Erwachsenen allerdings selten eine Chance beim Memo. Aber Fundraisende sind ja – berufsbedingt – frustrationstolerant.

Lecker und nützlich

Was wäre Weihnachten ohne Schokolade? Ok, rhetorische Frage. Doch wie wär‘s mal mit echter Schokolade aus Afrika, die fair produziert und nicht mit postkolonialer Attitüde daherkommt? Das leistet „fairafric“, denn hier wird in Afrika direkt produziert, ohne dass sich ein paar Zwischenhändler und Schokoladenbarone auf der Nordhalbkugel die Taschen vollmachen. Schenken und naschen ohne schlechtes Gewissen!

Richtig bestechend wird es im Geschenkeshop von Mellifera e.V. Hier geht es, wie der Name schon vermuten lässt, um Bienen. Mit dem Geschenkset „Heilkraft des Honigs“ macht man nichts falsch: Hier gibt es was zu lesen, was aufs Brot und was Süßes.

Wer früher zur Weihnachtszeit steuerbegünstigte Päckchen in die DDR verschickt hat, kann diese schöne Tradition fortsetzen und eine Klimapatenschaft vom „Netzwerk Blühende Landschaft“ erwerben. Denn blühende Landschaften für den Osten versprach einst Helmut Kohl – und mancherorts wartet man immer noch darauf.

Die Klassiker

Bücher schenkte Oma immer, um dann mahnend zu sprechen „Aber lies nicht solange unter der Bettdecke, das verdirbt die Augen“. Aber besser verdorbene Augen als ein verdorbener Charakter … Deshalb als Tipp für alle die ihre Buchbestellung mit einer Spende verbinden wollen: Buch7. Hier werden Gewinne gespendet und die Preise sind ja wegen der Buchpreisbindung überall gleich.

Apropos Oma … Socken waren und sind der Geschenkeklassiker schlechthin. Das Startup „Omma Socken“ will erreichen, dass Menschen sich nicht vorm Alter fürchten müssen. Vom Erlös der Socken aus der lustigen „Wolfgang oder Veronika Kollektion“ geht ein Teil zugunsten von Projekten gegen Alterseinsamkeit und Altersarmut. Socken mit Namen sind übrigens auch ein Segen für alle, die vom Socken-in-der-Waschmaschine-Puzzle genervt sind.

Noch so ein Klassiker: Krawatten. Aber mal ganz anders – als formschönes Etui nämlich. Sandra Schimmerle führt das Upcycling-Unternehmen Hemd‘s Up und ist voll im Geschäft. Da sie neben Hemden auch immer mehr Schlipse erbt, war die Idee etwas daraus zu machen. Eine Etuirolle für Stifte oder Kosmetikpinsel zum Beispiel.

Das Geldgeschenk

Wem nichts gescheites einfällt, oder wer die Wünsche der jungen Erwachsenen nicht kapiert, kann mit Geld die Weihnachtsstimmung retten. Und die Welt – zumindest ein Stück weit. Bei Xavin.eu. beispielsweise sind soziale Projekte im Portfolio, denen man ein Darlehen geben kann, und so Kindergartenplätze oder eine Einrichtung für benachteiligte Kinder mitzufinanzieren hilft. Völlig „uneigennützig“: Die Geldanlage ist mit fast fünf Prozent verzinst. Wenn alles klappt wie geplant, kommt die Kohle wieder zu zurück und man kann sie woanders reinvestieren. Ein ähnliches Konzept gibt es auch bei bettervest.de, wo man beispielsweise Geld in afrikanische Solaranlagen investieren kann. Doch Vorsicht: Das kann auch floppen! Aber mit geschenktem Geld tut es nur halb so weh.

Sie haben noch weitere Ideen? Dann schreiben Sie sie bitte in die Kommentare. Fröhliche Weihnachten allerseits!

Bildquellen

  • Weihnachtsgeschenk: pxhere.com

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